Surviving Mars

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Paradox Interactive ist mittlerweile ein fester Bestandteil in der Welt der Strategiesimulationen, wenn man dabei nur an Hearts of Iron denkt. Allerdings vermarktet eben dieses Unternehmen auch die erfolgreiche Städtebausimulation Cities Skylines-Reihe. Wie sieht es nun aus, wenn man plötzlich eine Kolonie nicht mehr auf der Erde, sondern auf dem Mars ansiedeln soll? Das verspricht der neue Ableger von Surviving Mars – entwickelt von Haemimont Games, die auch für Spiele wie Tropico bekannt sind. Wir haben für euch das digitale Errichten einer Stadt auf dem Mars getestet.

Es ist kalt. Die Durchschnittstemperatur liegt zwischen -20 und -10 Grad Celsius. Doch plötzlich erscheint ein grelles Licht am Himmel. Es ist eine Rakete, von Menschen errichtet, die gerade, auf dem für uns noch unbekannten roten Planeten, landet. Die ersten Drohnen errichten ersten Gebäude auf dem Mars. Der Mensch will das All erobern. Anfangen tun wir bei unserem Nachbarplaneten dem Mars. Ob das jetzt weit entfernte Zukunftsmusik ist oder der Menschheit kurz bevorsteht, ist ungewiss. Eins wissen wir: Elon Musk kann sein Privatfahrzeug ins All schießen. Und das ohne staatliche Unterstützung. Was wir allerdings wissen: Digital können wir jetzt endlich eine Kolonie auf dem Mars ansiedeln. Das verspricht Surviving Mars, welches wir kürzlich testeten. Im Test spielten wir die PlayStation 4 Version.

Starten wir direkt mit dem Hauptziel des Spieles – das Errichten erster Zivilisationen auf dem Mars. Allerdings ist dafür noch viel zutun! Zunächst einmal sucht sich der Spieler seinen Missionssponsor aus, darunter fallen unter anderem Länder und Kontinenten wie die USA, Europa oder auch Russland. Zudem gibt es auch einen religiösen Sponsor namens “Kirche der neuen Arche”, aber auch eine Anspielung auf Elon Musks “SpaceX”, aber auch eine Anspielung auf Elon Musks “SpaceX”, die erst kürzlich eine Lastrakete mit einem Tesla ins All schickten, die den Namen “SpaceY” trägt. Wenn man das Spielerlebnis einfach haben will, so kann man aber auch eine internationale Mission starten, die alle weiteren Akteure im Wettstreit zum Mars umfasst und so alle Gelder sämtlicher Organisationen bekommt. Außerdem haben alle Sponsoren ihre eigenen Eigenschaften, so sind die Völker in der “Kirche der neuen Arche” gläubig. Bei unserem Test haben wir und für Europa entschieden – gleichbedeutend mit dem Schwierigkeitsgrad normal.

Darauffolgend darf man sich für einen Kommandantenprofil entscheiden, welcher zusätzlich auch noch einmal Eigenschaften mit ins Spielerlebnis bringt. Darunter gibt es den Erfinder, der stetig Drohnen optimiert, den Doktor, der die Kolonisten länger leben lassen kann und den Politiker, der die Gelder für die Organisation und das Leben auf dem Mars erhöht.

Zusätzlich können wir uns noch für ein Logo für unser Projekt auf dem Mars entscheiden und können ebenso noch ein Geheimnis wählen. Darunter fallen z. B. “Jenseits der Erde” mit einem Zitat von Jean-Luc Picard, “Der letzte Krieg” von John F. Kennedy und Lauffeuer mit einem Zitat von Bill Gates. Alle Geheimnisse tragen noch einmal dem Schwierigkeitsgrad bei. Für das Review entschieden wir uns für “Der letzte Krieg” von JFK mit dem Zitat: “Die Menscheit muss dem Krieg ein Ende setzen, oder der Krieg setzt der Menschheit ein Ende”.

Dann wählt der Spieler noch eine Startregion für den Mars aus, und schon landet die Rakete mit autonomen Drohnen auf dem roten Planeten. Die Drohen fangen auch schon sofort an, das riesige Raumschiff und all die darin enthaltenen Rohstoffe auszuladen. Man baut zunächst Versorgungsstationen für Drohnen, Sonnenenergieanlagen sowie Stromspeicher und fängt an erste Ressourcen abzubauen wie z. B. Beton. Nicht zu vergessen sind durchaus Sachen wie Wasserentnahmeanlagen und das Verlegen von Rohren.

Der Start fällt allerdings gar nicht einfach. Das liegt daran, dass das Tutorial durchaus sehr mager ausfällt. Nur oberflächlich werden Funktionen beschrieben, mit welchen Tastenkürzeln diese zu verwenden sind. Da sind die Hinweise im durchaus vergleichbaren Cities Skylines weitaus ausgereifter.

Nachdem man den schweren Einstieg hinter sich hat und ein einigermaßen funktionierendes Versorgungssystem aufgebaut hat, holt man auch schon die ersten Kolonisten auf den Mars mit einer zusätzlichen Rakete. Darauf folgt relativ schnell Ernüchterung, weil auf einmal nicht mehr all so viel funktioniert. Das Wasser sowie der Strom reicht plötzlich nicht mehr aus, die Kolonisten haben Heimweh oder haben keine Ressourcen zum Leben mehr, wie z. B. Nahrungsmittel. Nachdem man sich um die Wasser- und Stromversorgung gekümmert hat, Gärten gegen Heimweh errichtet hat und in einer Nachschubrakete Nahrungsmittel auf den Mars geschickt hat, und sich somit alles wieder normalisiert hat, kommt auch schnell das nächste Problem: Stromanlagen und Wasserentnahmen funktionieren plötzlich nicht mehr. Eine Reparatur ist nicht möglich, da man keine Maschinenteile mehr vorrätig hat und auch keine Fertigungsstätte für eben diese erbaut hat. Genau solche Hinweise wären für den Spieler durchaus hilfreich, um die Kolonie längst möglich am Leben zu halten. Ohne weitere Hilfe endet das Leben, der gerade erst angesiedelten Menschen, sehr schnell.

Die richtige Strategie zwischen Forschung, der Versorgung und des Ressourcenmanagements, erinneren den Spieler an Plague Inc. Nur die Harmonie aus allen drei Punkten lassen die Kolonisten am Leben. Wir empfehlen übrigens eine einwandfreie Versorgung herzustellen, bevor man die ersten Menschen auf dem Mars ansiedelt. Sobald man einen neuen Spielstand startet, sollte man die ersten Spielstunden tatsächlich ohne die künftigen Marsmenschen verbringen. In Surviving Mars ist das der Teil, der am wenigsten frustriert.

Wir als Radiosender müssen auch mal ganz besonders lobend erwähnen, dass Haemimont Games ein wirklich gutes Gimmick in ihr Produkt eingebaut hat. So kann man Radiosender hören, die stetig eine Art Propaganda für die Rekrutierung zur Reise zum Mars ausstrahlt. Nebenbei läuft auch Musik, welche sehr themenbasierte Texte verinhaltlicht. Zur Wahl stehen dabei auch einige Sender, die jeweils andere Genres spielen. Von Elektromusik, bis zur nostalgischen Klängen aus den Fünfzigern und Sechzigern, die einem das Feeling von Fallout wiedergeben, gibt es alles. Ein Moderator darf natürlich auch nicht fehlen.

FAZIT | Der Karrieremodus schenkt einem nichts. Allerdings ist es genau das, was dem Spiel seine Würze gibt. Das ständige ausbalancieren zwischen Ressourcen und Versorgung von Mensch und Drohne fordert den Spieler extrem heraus – leider nicht nur den Spieler, sondern auch das Spielerlebnis. An einigen Ecken sollte Surviving Mars weitaus weniger Komplex erscheinen. Zudem sollte dem Spieler – gerade am Anfang – auch besser unter die Arme gegriffen werden. Mehr Hinweise und Tipps, ganz ähnlich der in Cities Skylines, würden das Spielerlebnis von Surviving Mars einfacher machen. Dennoch ist das Spiel aus dem Hause Haemimont Games eine gelungene Abwechslung zu Cities Skylines oder ähnlichen Strategiesimulationen. Ich persönlich wünsche mir Updates, die das Spielen von Surviving Mars einfacher machen. Auf einen zweiten Teil würden wir uns allerdings auch freuen.

Freundlicherweise haben wir das Spiel kostenlos von Paradox Interactive zum Test von Surviving Mars erhalten.

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